LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

 Bachelor/ B.A.

Der Bachelor wurde in Folge der Bologna-Erklärung in Deutschland eingeführt. Er ist der erst berufsqualifizierende Studienabschluss und soll künftig als Regelabschluss für ein Hochschulstudium dienen. Je nach studierter Fachrichtung werden folgende Abschlüsse vergeben: Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B. Sc.), Bachelor of Engineering (B. Eng.), Bachelor of Education (b. Ed.), Bachelor of Fine Arts (B. F. A.), Bachelor of Music (B. Mus.) oder Bachelor of Laws (ll. B.).

 

 BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) regelt die Vergabe einer (teilweise zurückzuzahlenden) finanziellen Förderung, die Studierende unter bestimmten Bedingungen und für einen bestimmten Zeitraum während des Studiums erhalten können.

 

 Betreuungsrelation

Die Betreuungsrelation ist das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Studierenden und dem wissenschaftlich/künstlerischen Personal.

 

 Bildungsinländerin/Bildungsinländer

Als Bildungsinländer und -inländerinnen werden ausländische Staatsangehörige und Staatenlose bezeichnet, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in der Bundesrepublik Deutschland, an einer deutschen Schuleinrichtung oder an einer deutschen Auslandsschule erworben haben. Bildungsinländer und Bildungsinländerinnen werden den deutschen Studienplatzinteressierten zulassungsrechtlich absolut gleichgestellt.

 

 BLB NRW

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB NRW) ist Eigentümer fast aller Liegenschaften des Landes und vermietet seine Immobilien an Landesbehörden und -einrichtungen.

 

 BMBF

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

 

 Bologna-Prozess

Der Bologna-Prozess wurde mit der gemeinsamen Erklärung „Der Europäische Hochschulraum“ von den für das Hochschulwesen zuständigen Ministern aus 29 europäischen Staaten am 19. Juni 1999 in Bologna begonnen.

Bis zum Jahr 2010 sollte ein Europäischer Hochschulraum  verwirklicht sein. Zu diesem Zweck wird auf eine Vergleichbarkeit der  Hochschulsysteme in Europa mithilfe folgender Instrumenten hingearbeitet:

  • die Einführung gestufter Studiengänge mit den drei Stufen Bachelor, Master und Promotion
  • die Vereinfachung der Anerkennung u. a. durch die Verwendung des Diploma Supplements
  • die Einführung des Kreditpunktesystems ECTS
  • die Kooperation im Bereich der Qualitätssicherung
  • die Förderung der Mobilität der Hochschulangehörigen und

die Stärkung einer europäischen Dimension der Hochschulbildung. 

 Campus

Als Campus bezeichnet man das zusammenhängende Gelände einer Hochschule.

 

 CHE

Das Centrum für Hochschul-Entwicklung wurde 1994 gegründet und versteht sich seit seiner Gründung als unabhängige, umsetzungsorientierte und international ausgerichtete Denkfabrik. Der Hauptschwerpunkt liegt dabei auf dem deutschen und europäischen Hochschulwesen.

 

 Credit Points

Das Punktesystem der credit points dient als Bewertungskriterium für Studienleistungen und ist ein zentraler Bestandteil der gestuften Studiengänge: Für jedes erfolgreich abgeschlossene Modul erhält man eine vorher festgelegte Anzahl von credit points. Um einen (gestuften) Studiengang erfolgreich abzuschließen, muss man eine bestimmte Anzahl von credit points erreichen.

 

 Curricularnormwert (CNW)

Der Curricularnormwert eines Studienganges ist die Summe der Lehrnachfrage an den jeweils beteiligten Lehreinheiten an der Ausbildung eines Studierenden gemessen in Semesterwochenstunden. Er ist eine fixe Größe und wird vom Wissenschaftsministerium vorgegeben.

 ECTS

Das ECTS ist ein im Rahmen des Erasmus-Programms entwickeltes Leistungspunktesystem, das die Qualifizierung im Ausland erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen ermöglicht und somit deren Anrechnung an den jeweiligen Heimathochschulen erleichtert.

 

Einschreibung (Immatrikulation)

siehe Immatrikulation

 

 Deputatstunden

Deputatstunden sind eine Maßeinheit für die Lehrverpflichtung einer Lehrperson je Semesterwochenstunde, gemessen in einer Lehrveranstaltungsstunde.

 

 Emeritierung

Darunter ist die Entpflichtung einer Professorin bzw. eines Professors aus altersbedingten Gründen zu verstehen. Sie bzw. er kann jedoch freiwillig weiterhin Veranstaltungen abhalten.

 

 Erasmus

Erasmus steht für EuRopean (Community) Action Scheme for the Mobility of University Students. Grundlegende Elemente sind die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland mit Hilfe des European Credit Transfer Systems, kurz ECTS, und die finanzielle Unterstützung von Austauschstudierenden mit Stipendien. Wenn von Erasmus die Rede ist, ist meistens der organisierte und finanziell unterstützte Studierendenaustausch gemeint. Voraussetzung für die Teilnahme an Erasmus ist, dass die entsendende und die aufnehmende Hochschule ein Abkommen miteinander haben.

 

 EUA

Die European University Association ist die größte Hochschulvertretung auf europäischer Ebene.

 

 Exmatrikulation

Alle Studierenden, die das Studium beenden oder an eine andere Universität wechseln, müssen sich exmatrikulieren. Das heißt, sie lassen sich aus der Liste der Studierenden streichen.

 

 Exzellenzinitiative

Bund und Länder beschlossen am 23. Juni 2005 die Vereinbarung zur Exzellenzinitiative. Ziel der Initiative ist, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen.

Die Exzellenzinitiative wird gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat durchgeführt. Sie umfasst drei Förderlinien:

  1. Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
  2. Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung,
  3. Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung.

 

 DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.

 

 Dekan, Dekanat

Hochschullehrer, der zum Vorsitzenden der Fakultät gewählt wurde und deren Geschäfte er führt.

 

 Deputatstunden

Deputatstunden sind eine Maßeinheit für die Lehrverpflichtung einer Lehrperson je Semesterwochenstunde, gemessen in einer Lehrveranstaltungsstunde.

 

 Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und leistungsstarke Studierende an den staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Neben erstklassigen Noten sollen bei der Vergabe des  Deutschlandstipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt werden - etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden mit je 300 Euro im Monat unterstützt. 150 Euro zahlen private Förderer, 150 Euro steuert der Bund bei.

 

 DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen. Organisiert ist die DFG als privatrechtlicher Verein. Ihre Mitglieder sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften.

 

 DHV

Der Deutsche Hochschulverband ist die Berufsvertretung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland. Zugleich versteht sich der Deutsche Hochschulverband als umfassende Service- und Informationseinrichtung für Universitätslehrerinnen und Universitätslehrer und den wissenschaftlichen Nachwuchs.

 

 DoSV

Das Dialogorientierte Serviceverfahren unterstützt die Hochschulen bei ihren Zulassungsverfahren durch einen Abgleich der Zulassungsangebote. Ein Hauptvorteil des neuen Verfahrens ist, dass es einen bundesweiten Datenabgleich zur Bewältigung von Mehrfachbewerbern ermöglichen und damit die Studienplatzvergabe in zulassungsbeschränkten Studiengängen erleichtern und beschleunigen soll.

 

 Drittmittel

Drittmittel sind Mittel, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Haushalt (Grundausstattung) von öffentlichen und privaten Stellen eingeworben werden.

 

 DSW

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist der freiwillige Zusammenschluss der 58 Studentenwerke in der Bundesrepublik Deutschland.

 

 Duales Studium

Als dual werden Studiengänge bezeichnet, die neben Lehrveranstaltungen auch Praxisphasen in Unternehmen beinhalten. Da diese Studium und praktische Ausbildung verbinden, zeichnen sie sich durch einen engen Bezug zum angestrebten Beruf aus.

 Fachsemester

Fachsemester sind die in einem Studiengang verbrachten Semester. Soweit von der Hochschule anerkannt, zählen hierzu auch Fachsemester aus anderen Studiengängen im In- und Ausland.

 

 Fakultät

Hochschulen gliedern sich in Fakultäten, die Lehre und Forschung für verschiedene, meist inhaltlich verwandte Studienfächer ordnen und organisieren.

 

FH

Fachhochschule; Fachhochschulen führen zunehmend die Bezeichnungen Hochschule (HS), Technische Hochschule (TH) oder Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie die entsprechenden englischsprachigen Bezeichnungen University oder University of Applied Sciences (UAS).

 

 Fraunhofer-Gesellschaft 

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa und betreibt derzeit 66 Fraunhofer-Institute und selbstständige Forschungseinrichtungen.

Die Fundstellen für die aufgeführten Begriffe sind: BMBF, DAAD, DFG, DHV, DSW, GWK, HIS, HRK, IT.NRW, KMK, LaKof NRW, MIWF, MSW, RUB, RWTH Aachen, Stiftung für Hochschulzulassung, Universität Bonn

 

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